04 Apr

Studiengang: Psychologie

Im Erbe der Brüder Grimm- das Studium in Marburg

Julia KattwinkelHallo, mein Name ist Julia, ich war Studienkompass-Teilnehmerin des Jahrgangs 2011 in Köln und bin seit 2014 im Alumniverein des STUDIENKOMPASS.

Da Psychologie ein sehr beliebtes Studienfach ist, dachte ich mir, ich berichte hier mal über meine Erfahrungen:

Ich studiere Psychologie seit dem Wintersemester 2013 an der Philipps-Universität in Marburg, einer sehr schönen Studentenstadt mit Tradition. Wir haben einen 8-semestrigen Bachelor und dafür noch einen 2-semestrigen Master.

Das Psychologiestudium ist sehr breit gefächert und setzt sich aus sehr verschiedenen Teilbereichen zusammen, wo gerade am Anfang viel nur angerissen wird und man teilweise nicht weiß, was das mit dem eigentlichen Fach zu tun hat, für das man sich entschieden hat. Wir mussten z.B. im ersten Semester in Biopsychologie einige lateinische Begriffe für Muskeln, Hirnnerven und Hirnareale und deren Funktionen lernen.

Wie man ja schon überall lesen kann, nimmt Statistik schon einen relativ großen Anteil im Psychologiestudium ein. Ich war vor dem Studium auch unsicher, wie gut ich damit klarkommen werde. Wir haben an unserem Fachbereich Gott sei Dank gute Dozenten in der Methodenlehre, sodass es im Endeffekt gut machbar war. Die Methodenausbildung geht aber nach der gefürchteten Statistikklausur noch weiter von Versuchsplanung- und Auswertung über Fragebogenerstellung bis zu testdiagnostischen Verfahren wie Intelligenz- oder Persönlichkeitstest und deren Gütekriterien und Bewertungen. Wie groß der Anteil dieser Module ist, variiert zwischen den Unis, ich habe jetzt keine direkten Vergleiche. Es hängt auch davon ab, ob das Fach an einer naturwissenschaftlichen, einer humanwissenschaftlichen oder einer philosophischen Fakultät gelehrt wird.

In den letzten Sommersemesterferien war ich für ein kompaktes Auslandssemester, sogenannten „summer sessions“ an der University of California, Irvine. Ich belegte dort die Kurse „Developmental Psycho-pathology“ und „Forensic Psychology“, die von einem Professor gehalten wurden, der im State Prison arbeitet. Es war eine unvergessliche Zeit in Kalifornien. Mir wurde dieser Auslandsaufenthalt durch ein Stipendium der Deutschen Universitätsstiftung ermöglicht, für das ich mich bewerben konnte, da ich Teilnehmerin ihres TANDEM-Programms bin. Für dieses TANDEM-Programm, bei dem man einen Professor als Mentor zur Seite gestellt bekommt, kann man sich vom STUDIENKOMPASS-Programm oder von der Roland Berger Stiftung aus bewerben.

Psychologie ist ein lernintensives Fach, da man oft ziemlich lange Skripte quasi auswendig lernen muss. Das sechste Semester ist bei uns für Praktika oder Auslandsaufenthalte vorgesehen. Ich absolvierte ein Praktikum in einer Tagesklinik, wo ich bei Einzel- und Gruppentherapiesitzungen hospitieren durfte und bei weiteren Gruppenangeboten sowie Abteilungs- oder Klinikkonferenzen teilnehmen konnte. Das zweite Praktikum war in einem Beratungsinstitut für Berufszielfindung und Jobcoaching, wo ich praktisch die persönliche Assistenz des Geschäftsführers war und ihn bei der Durchführung der Coachings unterstützt habe.

Mit einem Psychologiestudium kann man später in sehr viele verschiedene Bereiche gehen von Testententwicklung, Marktforschung und Werbepsychologie über Personalwesen und

Organisationsentwicklung, Beratung und Coaching bis zum klinischen Bereich gehen, wo man aber in der großen Mehrheit der Fälle nach dem Master noch eine dreijährige Ausbildung zum Psychotherapeuten machen muss. Ohne den Master in Psychologie ist es schwierig eine Anstellung zu finden

Unterm Strich bin ich echt zufrieden mit meinem Studium in Marburg! Gerade im Vergleich, was ich von anderen Unis höre, ist die Betreuung und die Organisation echt gut. Besonders beim Einstieg ins Unileben wurde man gut an die Hand genommen. Wir hatten z.B. studentische Mentoren im ersten Semester. Bei uns gibt es sehr viele Angebote vom Fachbereich wie Psychokino, Nicht-Statistik-Party, Sommerfest und Weihnachtsfeier. In den ersten Semestern erhält man bei vielem zunächst einen Einblick, in den Anwendungsfächern kommen dann mehr praxisbezogene Inhalte wie die Durchführung von psychologischen Testungen, Gutachtenschreiben oder Erstgespräche simulieren. Diese machen besonders viel Spaß! J

Im fünften Semester hatten wir ein Experimentalpraktikum, in dem wir alle Stationen des wissenschaftlichen Arbeitens von der Versuchsplanung bis zur Datenauswertung und Verschriftlichung in Form eines wissenschaftlichen Artikels durchlaufen haben. Das war sozusagen die Generalprobe vor der Bachelorarbeit, da wir ansonsten keine Hausarbeiten oder ähnliches schreiben mussten. Um die Vorbereitung zu Bachelorarbeit kümmere ich momentan. Auch wenn sich 5 Jahre Studium lange anhören, geht es doch relativ schnell um. Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Erfahrungsbericht einen kleinen Einblick in das Psychologiestudium geben.

 

Über den Autor

Julia Kattwinkel

Julia Kattwinkel (26)
Studiengang: Psychologie
Uni/Hochschule: Philipps-Universität Marburg
Regionalgruppe: Frankfurt

 

28 Mrz

Studiengang: Sprechwissenschaft

Der Studiengang: Sprechwissenschaft

… ist das sowas wie Logopädie?

Sprechwissenschaft ist viel mehr als nur Logopädie! Denn neben dem klinischen Bereich lernt man zum Beispiel rhetorische Modelle kennen, erarbeitet Texte aus dem Theater, übt das Unterrichten von Lehrern oder Schauspielern und untersucht die Merkmale der deutschen Aussprache…

Wie ich dazu kam…

Nach meinem Abitur war mir relativ schnell klar, dass ich nichts Naturwissenschaftliches studieren möchte. Auch Kunst und Musik lagen mir nicht sonderlich gut, aber machten wenigstens mehr Spaß. Sprachen waren das Einzige, was mich wirklich interessierte und besonders die Deutsche. Aber welche Richtung sollte ich mit diesem Interessensfeld einschlagen? Germanistik? Erschien mir zu trocken. Lehrerin? Dafür fehlt mir die Geduld. Logopädie? Gibt es zwar auch als Studiengang, aber da scheint man mit einer Ausbildung besser dran zu sein…
Und dann gab es da ja noch die anderen Dinge, die für mich in Frage kamen: Schauspiel, Theater, Psychologie… Aber welcher Studiengang sollte diese Teilgebiete vereinen?
Wie es manchmal so ist, geriet ich über drei Ecken an ein Universitätspraktikum bei der Sprechwissenschaft in meiner Heimatstadt Halle. Ich war sofort begeistert! Und ab da ging alles ganz schnell:
Ich hörte von der Eignungsprüfung, die immer schon im April stattfindet, auch wenn das Studium erst zum Wintersemester startet. Im Internet suchte ich nach Kliniken und HNO-Ärzten, die ein sogenanntes phoniatrisches Gutachten erstellen. Im Grunde soll dieses Gutachten bestätigen, dass man später einmal einen sprechintensiven Beruf ausüben können wird, ohne dass dabei Schädigungen an der Stimme auftreten (einige Lehramtsbewerber müssen das zum Beispiel auch machen).
Dieses Gutachten sendete ich an das Institut und bekam damit automatisch eine Einladung zur Eignungsprüfung (das Gutachten darf nicht älter als ein halbes Jahr sein).
Für die Prüfung „durfte“ ich ein Volkslied und ein Gedicht zwei unabhängigen Jurys aus Professoren und Mitarbeitern vortragen. Außerdem musste ich einen Rhythmus nachklatschen und einige Töne nachsingen. Ich war erstaunt, dass es so gut klappte, denn Musik hatte ich eigentlich in der zehnten Klasse abgewählt. Das schwierigste war für mich eine kleine spontane Rede zu der Frage, was ich von einer Helmpflicht für Fahrradfahrer halten würde. Da musste ich mich echt konzentrieren, die richtigen Argumente zu finden und nicht herum zu stottern. Mittlerweile glaube ich, die Jury hat dabei aber mehr auf meine Sprechweise geachtet (also zum Beispiel, ob ich einen Dialekt habe). Einige meiner Mitstudierenden hatten vor der Prüfung ein paar Logopädie-Stunden genommen, um daran zu arbeiten. Dann wartete ich fünf furchtbare Minuten auf dem Flur und als ich wieder rein durfte, sagten Sie mir: „Wir sehen uns im Oktober!“. Ich musste mich nur noch ganz normal immatrikulieren, da mein Abi-Durchschnitt unter dem NC von 2,3 lag (Die erreichten Punkte der Eignungsprüfung werden mit dem Abi-Durchschnitt verrechnet. Der NC ergibt sich natürlich jedes Jahr neu, aber er lag bisher nie unter 2,0).

Wie das Studium abläuft…

In den Einführungsveranstaltungen erklärte man uns: Das Studium teilt sich in die 4 Säulen Rhetorik, Phonetik, Sprechkunst und klinische Sprechwissenschaft auf. Wir lernen die Grundlagen dieser Säulen kennen und in allen Bereichen die Fähigkeiten, um auch selbst auf diesem Gebiet methodisch- didaktisch zu arbeiten. Dadurch können wir am Ende Rhetoriktrainer, Phonetiker, Sprechbildner für Schauspieler und Sprecher oder – wie ich es nenne- „studierte Logopäden“ werden.
Ich war erstaunt, als ich das Fach „Entspannung“ auf dem Stundenplan las. Aber im Laufe des Semesters lernte ich diese Veranstaltung zu lieben. Auch unseren Bewegungsunterricht, der oft anstrengend und anfangs auch etwas unbehaglich war: Denn dabei gab es viel Körperkontakt mit meinen Mitstudierenden und wir mussten einander vertrauen. Gut, dass wir nur 30 Leute pro Jahrgang sind und niemand von uns wirklich zurückhaltend ist. Auch Schüchternheit ist bei uns fehl am Platz: Im ersten Semester bestand eine Erwärmung aus dem Nachahmen von Tiergeräuschen und Bewegungen. Auch wenn das zunächst eher lustig klingt: Das Verbessern der eigenen Stimme, der Atmung und der Körperhaltung ist harte Arbeit und ließ mich schon oft an meine Grenzen gehen. Das große Highlight eines Semesters ist das Vorsprechen, bei dem wir einen fünfminütigen Text unserer Wahl auf einer Bühne vor all unseren Mitstudierenden und Profs vortragen dürfen. Ab dem zweiten Semester gibt es dafür auch eine Note.
Ansonsten sieht ein ganz normaler Tag bei mir so aus: Um 10 Uhr geht es in die Uni (wenn ich Glück mit den Einschreibungen hatte und mein Stundenplan daher gut geworden ist). Dann höre ich Vorlesungen mit viel PowerPoint-Untermalung oder wir gestalten unsere Seminare selbst, denn dafür gibt es auch meistens Noten. Im Interesse der Mitstudierenden wird das Ganze dann so aufbereitet, dass die erste Stunde Spaß macht und wie im Flug vergeht. Oder wir lösen Aufgaben und führen Dialoge, die dann zu einer „versteckten Erkenntnis“ führen. Auf all unsere Leistungen geben wir uns gegenseitig ein Feedback, was ich sehr schätzen gelernt habe. Dann geht es schnell in die Mensa und ab zum Bewegungsunterricht (vorher nicht zu viel mampfen!). Abends habe ich dann immer noch Zeit für meine eigenen Hobbies und auch über den Lernaufwand kann ich mich nicht beschweren. Die Bibliothek besuche ich meist nur kurz vor den Prüfungen regelmäßig.
Apropos Prüfungen: Im ersten Studienjahr hatten wir viele Theoretische. Besonders das Auswendiglernen aller Atemmuskeln war etwas mühselig, aber hat sich am Ende auch irgendwie gelohnt. Eine mündliche Prüfung ist auch immer dabei, aber die darf man zum Glück zu dritt durchstehen – so konnten wir uns schon oft bei einer schwierigen Frage gegenseitig rausboxen. Auch eine Hausarbeit und viele Vorträge durfte ich schon im Teamwork erledigen, was sich meiner Meinung nach in den Noten positiv bemerkbar macht.

Wie es danach weiter geht…

„Und was macht man später mal damit?“ Leider ist die Frage gleichwohl nervig als auch berechtigt. Auf unserer Homepage liest man dazu: ehemalige Absolventen und Absolventinnen seien heute in der Beratung, der Lehre oder dem Gesundheitswesen tätig. Als Ausbilder für sprechintensive Berufe oder als Kommunikationstrainer, auch als Therapeut von Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen kann man eine Anstellung finden. Für mich haben diese Begriffe erst so richtig Gestalt angenommen, als ich meine Pflichtpraktika absolviert hatte und einen wirklichen Einblick in die einzelnen Gebiete bekommen habe. Ich glaube, wenn man ein wirkliches Interesse für sein Teilgebiet mitbringt, kann man auch mit diesem ausgefallenen Studiengang einen guten (und auch gutbezahlten) Job finden. Die Master-Möglichkeiten scheinen auch erstmal etwas begrenzt zu sein. Es gibt drei sehr spezialisierte Mastermöglichkeiten in Stuttgart; den Master Sprecherziehung in Münster, Regensburg, Göttingen, Düsseldorf und den Master in Speech Science mit der Spezialisierung Sprechwissenschaft. Natürlich kann man auch in Halle den Master Sprechkunst/ Rhetorik/ Phonetik oder Klinische Sprechwissenschaft belegen. Alles in Allem macht mir mein Studium jeden Tag aufs Neue großen Spaß und daher bin ich auch bereit, in Zukunft einige Hürden zu nehmen, um bei meinem Traumjob zu landen.

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Über den Autor

Elisabeth Böhm (23)
Studiengang: Sprechwissenschaft B.A.
Uni/Hochschule: Universität Halle (Saale)
Regionalgruppe: HAL 2012

„Mir gefällt am Studienkompass, dass man sich mit Fragen zum Studium nie alleine gelassen fühlt.“

21 Mrz

Studiengang: Physik

Das Physikstudium an der Universität Paderborn

Physik ist ein althergebrachtes Studium, welches sich bereits im Bachelor vielen Phänomenen widmet, ohne die unsere heutige Welt, so wie wir sie kennen nicht funktionieren würde.

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Formales zum Studiengang

Die Eingangsvoraussetzung für ein Physikstudium ist in der Regel die allgemeine Hochschulreife. Durch Ablegen besonderer Prüfungen vor Studienbeginn ermöglichen es einzelne Universitäten bereits vor dem Abitur Physik zu studieren.

Im Zuge der Bolonga-Reform wurde das Physikstudium in Deutschland vom Diplomstudium auf ein Bachelor-Master-Studium umgestellt. Dabei beträgt die Regelstudienzeit für den Bachelor 6 und für den Master 4 Semester, wobei die durchschnittliche Studiendauer im Bereich von 8 Semestern für den Bachelor liegt.

Der Bachelor-Studiengang ist primär darauf ausgerichtet, Grundkenntnisse in allen Bereichen der Physik zu vermitteln. Dies bedeutet, dass alle großen Teilgebiete der Physik sowohl experimentalphysikalisch als auch theoretisch behandelt werden. Darüber hinaus gibt es in den ersten Semestern Mathematikveranstaltungen, die sich inhaltlich wenig vom Mathematikstudium unterscheiden. Zusätzlich gibt es zu den Experimentalphysikveranstaltungen Praktika, bei denen man zusammen mit einem Praktikumspartner im Labor unter Aufsicht Versuche durchführt. Diesen Versuchen geht eine mündliche Abfrage der Grundlagen des jeweiligen Versuches und der Durchführung voraus. Im Anschluss wird ein Bericht geschrieben, dessen Umfang durchaus 10 bis 30 Seiten betragen kann. Hierfür wird empfohlen, sich in das Textsatzprogramm LateX einzuarbeiten, welches in den Naturwissenschaften sehr weit verbreitet ist und gerade beim Schreiben von Texten mit vielen Formeln, griechischen Buchstaben, Bildern, etc. Programmen wie Word überlegen ist. Zu Beginn des ersten Praktikums gibt es eine ausführliche Einführung in das Programm sowie beispielhafte Berichtvorlagen. Spätestens für die Bachelorarbeit wird dieses Programm vorausgesetzt.

Wahlmöglichkeiten sucht man in den ersten Semestern vergebens, ab dem 5. Semester kann man erstmals unter starken Beschränkungen wählen. Durch diese Wahlen legt man sich hinsichtlich späterer Möglichkeiten im Master oder Beruf nicht fest, da im Bachelor lediglich die gelegt werden. Im Master hingegen gibt es fast keine verpflichtenden Veranstaltungen, sodass eine Spezialisierung in einen der verschiedenen universitätsspezifischen Forschungsschwerpunkte möglich ist. Allerdings ist eine Spezialisierung ohnehin für eine Masterarbeit angebracht.

Da im Bachelor zunächst die Grundlagen gelegt werden, gibt es zu den Vorlesungen reichlich Literatur. Die momentanen Standartwerke sind alle relativ neu, sodass es diese bei den meisten Universitätsbibliotheken als pdf-Datei kostenlos zum Download gibt. Daher müssen in den ersten Semestern keinerlei Bücher gekauft werden. Auch in den höheren Semestern gibt es zu den Vorlesungen viele gute, neue Bücher, sodass man kein Buch anschaffen muss (aber durchaus kann). Auch die Programme für LateX sind kostenlos im Internet verfügbar. Als Kosten fallen jedes Semester die Semestergebühren an, welche je nach Universität mit einem verpflichtenden Semesterticket 200 bis 300 € betragen; an Universitäten ohne Semesterticket 100 bis 200€. Sofern man diese regelmäßig nutzt, spart man unterm Strich meist einiges an Fahrkosten.

Die Physik als Studiengang gibt es an einem Großteil der Universitäten in Deutschland. Dabei unterscheiden sich die Studiengänge im Aufbau, wenn auch weniger im Inhalt. Zu beachten ist, dass je nach Forschungsschwerpunkten der jeweiligen Universität eine Spezialisierung im Master nur eben auf diese möglich ist, wobei diese Spezialisierung nichts Endgültiges oder Verbindliches für die spätere Berufslaufbahn hat. Auch der Wechsel nach dem Bachelor zu einer Universität, deren Schwerpunkte mit den eigenen Interessen gut übereinstimmen, ist problemlos möglich.

 

Im Studium

Im Studienalltag gibt es fast ausschließlich Vorlesungen, zu welchen keine Anwesenheitspflicht besteht. Allerdings gibt es nicht zu jeder Vorlesung ein digitales Skript, sodass auf diesem Wege ein Besuch der Vorlesung fast zwingend wird, was nur zu gut (oder auch schlecht) an die Schule erinnert. Begleitet werden die Vorlesungen von Übungen, für welche im Vorfeld Übungsaufgaben gemacht werden sollen. Je nach Dozent werden die Übungszettel vorher eingesammelt, korrigiert und bepunktet und in der Übung die Lösungen besprochen, oder die Aufgaben werden in der Übung lediglich besprochen. Meist ist eine aktive Übungsteilnahme in einer vorgegebenen Form Voraussetzung für das Bestehen der Klausur, sodass es indirekt verpflichtend sein kann, zumindest zwei bis der Mal im Semester zur Übung zu erscheinen; bei einer Bepunktung der Übungszettel können die Übungszettel als Teil der Prüfungsleistung mit in die Note der Veranstaltung eingehen. Teilweise werden zu bestimmten Veranstaltungen noch Tutorien angeboten, an denen man freiwillig teilnehmen kann und in denen die Vorlesungsinhalte noch einmal aufgearbeitet werden.

Daneben gibt es die schon erwähnten Praktika, welche aus sechs bis zehn Versuchen pro Semester bestehen. In den ersten Semestern dauern die Versuche an sich nur ein, zwei Stunden und auch die Vorbereitung beansprucht wenig Zeit. Für das Schreiben der Berichte alleine oder mit seinem Praktikumspartner müssen aber durchaus zehn und mehr Stunden veranschlagt werden, in den Fortgeschrittenenpraktika auch 20, neben einer mehrstündigen Vorbereitung und einem ganzen Tag im Labor. Gerade für diejenigen, die es später in den experimentalphysikalischen Bereich zieht, sind diese Praktika trotz ihres Zeitaufwandes äußerst wichtig.

Neben den Praktikumsberichten, welche man nach einer Erstkorrektur zurückerhält und für die Endabgabe, welche benotet wird, noch einmal überarbeiten kann, gibt es in sämtlichen Veranstaltungen Klausuren, was pro Semester in der Regel drei Stück sind. In den höheren Semestern kann es vorkommen, dass statt einer Klausur eine mündliche Prüfung zur Ermittlung der Veranstaltungsnote herangezogen wird.

Dadurch, dass das Physikstudium ein Bachelor-Master-Studiengang ist, kann man das Studium als verschult bezeichnen. Man geht zu den Vorlesungen, macht die Übungszettel und schreibt die Klausuren. Nacharbeiten oder selbst erarbeiten in der Bibliothek, ist nur dann erforderlich, wenn man nicht zu den Vorlesungen geht, ein Dozent nicht so gut ist oder man Probleme bei einem bestimmten Thema hat.

 

Zukünftiges

In der Physik wird nach dem Bachelorstudium ein Masterstudium praktisch erwartet. Nach dem Master steht man vor der Entscheidung, ob man in die Wirtschaft geht oder weiter an der Universität bleibt. Bei Letzterem ist es nahezu unumgänglich zu promovieren (Dauer etwa drei bis fünf Jahre), während es bei Ersterem nicht für jeden angestrebten Posten erforderlich oder erwartet wird. Jedoch gilt auch hier, dass eine Promotion im passenden Bereich die Tür zu höheren Positionen öffnet.

Viele Physiker finden nach ihrem Physikstudium eine Arbeit in einem anderen Bereich als den der Forschung. Theoretische Physiker werden gerne von Banken und Versicherungen eingestellt, während Experimentalphysiker in nahezu sämtlichen Bereichen der Industrie gerne gesehen sind. Dass ein Physiker später nicht mehr direkt mit Physik arbeitet, ist dabei nichts Ungewöhnliches. Beispiele hierfür sind unserer momentane Bundeskanzlerin Frau Doktor Angela Merkel und der deutsche Chemienobelpreisträger 2014 Herr Professor Doktor Stefan Hell.

Glaubt man den Presseberichten, so haben Absolventen eines Physikstudiums mit die geringste Arbeitslosenquote in Deutschland und finden somit am schnellsten einen neuen Arbeitsplatz

Unabdingbar sind dabei sehr gute Englischkenntnisse, denn bereits gegen Ende des Bachelorstudiums ist die Literatur vermehrt nur noch in Englisch erhältlich, von Papern (Veröffentlichungen) ganz absehen, welche nur auf Englisch geschrieben sind. Daher bieten viele Universitäten in Deutschland den Physik Masterstudiengang auch auf Englisch an.

Praktika (bei Unternehmen) sind in der Physik während des Studiums eher ungewöhnlich. Stattdessen bietet es sich an im dritten oder vierten Semester als studentische Hilfskraft (SHK) in einer Arbeitsgruppe anzufangen. Neben dem Geld bekommt man auch so Kontakt zu Doktoranten und Post-Docs und bekommt Einblicke in den Forschungsalltag an der Universität. Auch ist es üblich, seine Bachelorarbeit in der Arbeitsgruppe zu schreiben, in der man SHK ist.

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Persönliches Fazit

Ich würde Physik jederzeit wieder studieren und auch jederzeit wieder an der Universität Paderborn.

Ersteres liegt daran, das Physik mir viel Spaß macht und ich merke, dass es das ist, was ich gut kann und später beruflich machen will.

Letzteres liegt daran, dass die Physik in Paderborn einen sehr guten Ruf hat, welcher allerdings unter Schülern und Studenten weitestgehend unbekannt ist. Für mich ist diese Tatsache in der Hinsicht ein Vorteil, dass in Paderborn pro Wintersemester nur etwas 40 neue Studenten anfangen, deren Zahl sich recht schnell halbiert. Für die Verbleibenden gibt es eine exzellente Betreuung ohne feste Sprechstunden bei Dozenten, Schlangen vor dem Prüfungssekretariat oder übervolle Vorlesungen. Auch gibt es mehr SHK-Stellen als interessierte Studenten und die Dozenten werben um Studenten, die Bachelor- oder Mastarbeiten in ihren Arbeitsgruppen schreiben.

Ein weiterer Vorteil, den ich demnächst wahrnehmen werde, ist, dass von den recht wenigen Studenten der Physik noch weniger ein Auslandssemester planen. In der letzten Bewerbungsphase war ich der einzige Bewerber für einen Auslandsaufenthalt generell und speziell für Umeå, sodass die Hürden im Bezug auf die Bewerbung und das Auswahlgespräch nicht derart hoch waren, wie es in Studiengängen mit vielen Studenten und dementsprechend Bewerbern der Fall ist. Letztlich habe ich so die Möglichkeit, sogar für zwei Semester in Schweden zu studieren und werde in dieser Zeit über ein ERASMUS+-Stipendium gefördert.

Allerdings sollte ich auch erwähnen, dass Freizeit bei mir bis zu der Zeit nach dem Studium aufgeschoben ist. Wenn ich mich unter den Kommilitonen umsehe, die mit mir anfangen haben zu studieren und jetzt noch dabei sind ihren Bachelor in sechs Semestern zu beenden, dann bin ich damit kein Einzelfall, sondern die Regel (zumindest in Paderborn). Gerade beim Schreiben der Berichte in den Fortgeschrittenenpraktika neben den normalen Vorlesungen und Übungen, bleibt kaum mehr Zeit, sich etwas auszuruhen, von das Studentenleben genießen einmal ganz abgesehen. Es ist zumindest bei mir aber nicht so, dass ich unter dem Stress leide. Vielmehr lernt man, mit dem Stress umzugehen und der Spaß, den man mit den Kommilitonen, aber auch mit seinen Dozenten hat, lässt einen den Stress recht schnell wieder vergessen.

Eine geringe Zahl an Studenten begünstigt auch die Zusammenarbeit der Stundenten untereinander, da es keinen Konkurrenzdruck gibt, was mir persönlich sehr gut gefällt.

Über den Autor

Sebastian Brauner

Sebastian Brauner (27)
Studiengang: Physik
Uni/Hochschule: Universität Paderborn
Regionalgruppe: Stuttgart (Regionalleitung)

Sebastian Brauner ist 27 Jahre alt und hat Physik an der Universität Paderborn studiert. Im Jahr 2010 in den Studienkompass aufgenommen, begann er direkt nach seinem Abitur ein Physikstudium. Mittlerweile ist Sebastian im Aluminiverein des Studienkompass als Regionalleiter aktiv. Dabei gefällt ihm besonders, sich mit neuen Leuten über ihre Erfahrungen im Studium auszutauschen.

14 Mrz

Studiengang: Medien- und Kommunikationswissenschaften

… irgendwas mit Medien …

Medien- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Mannheim.

Das Studienfach Medien- und Kommunikationswissenschaften ist ein erst seit neuestem Kommunikationsmodellauftretendes Studienfach, welches die beiden Themenbereiche Medien und Kommunikation verbindet. Immer mehr Unis bieten diese Kombination an, man betrachtet die Fächer nicht einzeln, sondern miteinander verknüpft. Anders, als viele erwarten, ist der Studiengang an der Uni sehr theoretisch ausgelegt. Entgegen der allgemein häufig vertretenen Meinung lernt man nicht (ausdrücklich) „richtig“ zu kommunizieren oder Medien zu gestalten und gar zu produzieren.

Vielmehr geht es in dem Studiengang darum, die Auswirkungen von Kommunikation und Medien auf die Gesellschaft zu untersuchen. Konkrete Themen sind einerseits z.B. die Wirkung von bestimmten Filmen auf die Gesellschaft bzw. was diese über unsere Gesellschaft aussagen. Andererseits wird beispielsweise untersucht, wie Smartphones die Alltagskommunikation verändern und sich auf Freundschaften und andere Beziehungen auswirken.

Schloss MannheimAn der Universität sind aufgrund der theoretischen Ausrichtung sind zur Einschreibung keine besonderen Eingangsvoraussetzungen wie künstlerische Arbeiten oder redaktionelle Texte gefordert. Jedoch ist das Fach momentan sehr beliebt, es gibt aber nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen. Möchte man selbst kreativ werden und praktischer arbeiten, kann man dies meist an FHs, vereinzelnt auch an Universitäten tun Dann hat das Fach nicht die Endung „-wissenschaften“ sondern etwas mit „Produktion“ oder „Design“ im Titel.

Im Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften hat man viel Wahlfreiheit. Direkt vom ersten Semester an kann man Seminare nach den eigenen Interessen wählen, somit hat jeder Student ein individuelles Zeugnis. In der Regel hat man wenige Vorlesungen, denen am Ende des Semesters eine Klausur folgt (ca. eine pro Semester). Der größte Bestandteil des Studiums sind Seminare, in denen man in kleineren Gruppen (10-30 Studenten) ein sehr konkretes Thema behandelt. Während des Semesters muss man dann häufig Referate halten und das Seminar endet in der Regel mit einer Hausarbeit (ggf. mündliche Prüfung).

Da im Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften viel eigenständiges Arbeiten gefordert wird, hat man in der Woche im Schnitt vier bis fünf Veranstaltungen mit jeweils einer Dauer von anderthalb Stunden. Somit bleibt viel frei einzuteilende Zeit, die man in der Bibliothek zum Lernen verbringen kann.

Mit einem Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften hat man einige Möglichkeiten für einen späteren Job. Man kann in den Medien arbeiten (Radio, Fernsehen, Zeitung) oder man kann die Unternehmenskommunikation führen oder in Marketing und Werbung tätig sein. Es gibt jedoch nicht „den einen“ Beruf, den man nach einem Abschluss in Medien- und Kommunikationswissenschaften ausübt. Durch die Kurswahl und auch Praktika kann man einen persönlichen Schwerpunkt setzen. Für einen Master gibt es verschiedene Spezialisierungen, die je Uni andere Zugangsvoraussetzungen (in Form von bestimmten Fächern) haben.

Mein abschließendes Fazit

Mir persönlich hat das Studium sehr viel Spaß bereitet. Ich habe ein sehr breites Spektrum an Themen in meinen Seminaren kennen gelernt. Besonders gefallen hat mir, dass ich von Anfang an die Kurse nach meinen Interessen wählen und somit einen individuellen Schwerpunkt setzen konnte. Die Offenheit hinsichtlich eines Jobs später ist Fluch und Segen zugleich, man hat eine Auswahl was man später machen kann, es gibt aber keinen Beruf, auf den das Fach genau zugeschnitten ist. Ich würde mich allerdings jederzeit wieder für diesen Studiengang entscheiden!

Über die Autorin

Christina Kößmeier (27)
Studiengang: Medien- und Kommunikationswissenschaften (Bachelor), Communication & Cultural Management (Master)
Uni/Hochschule: Universität Mannheim (Bachelor), Zeppelin Universität Friedrichshafen (Master)
Regionalgruppe: München

07 Mrz

Studiengang: Politik- und Verwaltungswissenschaften

Hallo! Ich bin ein Powalter – oder Powaltraud wenn ihr die weibliche Variante bevorzugt. Ich habe in Konstanz Politik- und Verwaltungswissenschaften studiert und möchte Euch in diesem Beitrag erklären, was das eigentlich heißt und was der Unterschied zwischen einem Politikstudenten und einem Powalter ist.

Den Studiengang gibt es in der Ausrichtung nur zweimal in Deutschland: in Konstanz und in Potsdam. Politikwissenschaften mit unterschiedlichsten Schwerpunkten kann man fast überall in Deutschlands studieren und auch Verwaltung wird manchmal angeboten. Doch die Kombination macht es eigentlich aus. Ich werde mich einfach mal an der Website meiner Alma Mater entlanghangeln und Euch zeigen, was so gut (und vielleicht auch nicht so gut) an meinem Bachelorstudiengang ist.

Rheinbrücke1 Die Rheinbrücke, Rheinturm und Alpen im Hintergrund

Erstmal die Voraussetzungen und Kosten

Um Politik und Verwaltung zu studieren, zählen hauptsächlich das Abiturzeugnis und ggf. Berufserfahrung. Einen Numerus Clausus gibt es in der Hinsicht nicht. Dieser wird immer jedes Jahr neu berechnet, je nachdem wie gut die Abschlusskohorte ist. Jedes Jahr werden um die 200 Studierenden zugelassen. Die einzigen Kosten die auf einen zukommen, sind ca. 200 € Verwaltungsbeitrag. In den ersten drei Semestern muss man normalerweise nur ein bis zwei Bücher kaufen (je zwischen 10 und 20 €). Bei Büchern, die teurer sind lassen sich die Studierenden schon mal etwas einfallen (was ich aus bestimmten Gründen aber hier nicht erwähnen möchte). Kopierkosten sind relativ niedrig mit 0,05 € pro Blatt. Wenn man aber gut mit Laptop und Tablet klar kommt, kann man viele Kosten sparen. Die Mensa ist vergleichsweise günstig: 2,70€ kostet das günstigste Hauptgericht. Lebenshaltungskosten in Konstanz sind etwas höher als in anderen Kleinstädten Deutschlands. Die Attraktivität der Lage macht Wohnungskosten etwas teurer. Jedoch durch die Insel Reichenau hat man rund ums Jahr frisches Gemüse zu guten Preisen.

Konstanzer Altstadt2 Konstanzer Altstadt im Schnee

Interdisziplinarität

Um ehrlich zu sein hatte ich keine Ahnung was auf mich zukommt mit diesem wunderschönen Wort, als ich mich für den Bodensee entschied. Es bedeutet, dass mehr als eine Forschungsdisziplin gelehrt wird. Interdisziplinarität ist eigentlich schon mit der Kombination Politik und Verwaltung gegeben. Doch da steckt noch viel mehr dahinter: Auf der einen Seite studiert man natürlich Politikwissenschaften. D.h. im Klartext Vorlesungen und Seminare zu verschiedenen Grundlagen, wie: das politische System Deutschlands, Vergleich von politischen Systemen, politische Theorie, Internationale Beziehungen und und und. Die Vorlesungen geben die Basis und beinhalten ganz schön viel Stoff, den man in den ersten drei Semestern lernt und dann zum richtigen Zeitpunkt wiedergeben muss (in Klausuren).

Neben den politischen Schwerpunkten gehört auch Verwaltungs- und Managementlehre zu den Inhalten. Hier bekommt man einen guten Einblick, was Verwaltung wirklich bedeutet und welchen Spielraum es in der deutschen Verwaltung eigentlich gibt. In den Vorlesungen zu Management lernt man einiges über Unternehmen, wie man sie erfolgreich führt und wie man seine Mitarbeiter motivieren kann.

Aber das ist noch nicht alles! Um ein guter Wissenschaftler zu werden braucht es noch etwas: Methoden. Der Studiengang führt einen an die Werkzeuge der Wissenschaft heran. Das nennt sich dann „Empirische Methoden der Sozialforschung“ und „Statistik“. Da kommt man leider nicht drum herum und wer denkt, man bräuchte Mathe nie mehr wieder, der liegt leider falsch. Aber keine Sorge, Tutorien helfen Euch, das Kompliziertere zu verstehen.

Ein letzter Punkt macht dann das Studium so richtig interdisziplinär: Man hat noch das Vergnügen eine Vorlesung in Volkswirtschaft zu besuchen. Es war ehrlich gesagt eher nicht mein Ding, aber als Politikwissenschaftler braucht man nun mal mehrere Gebiete, um die Komplexität der Politik zu verstehen.

In der zweiten Hälfte des Studiums darf man sich Seminare zu seinen Lieblingsthemen aussuchen. Es ist nicht ganz so einfach wie es klingt, denn es hängen noch ein paar Regeln daran… Aber man darf sogar Seminare und Veranstaltungen aus anderen Studiengängen besuchen, wie Jura, Wirtschaft, Psychologie oder Soziologie. Damit ist dann das Konzept der Interdisziplinarität perfekt. Ich persönlich habe es sehr genossen so viel Freiraum in der Kurswahl zu haben und außerdem verhindert das Konzept, dass man zum „Fachidioten“ wird.

Praxisorientierung

Praxisorientierung ergibt sich aus der Möglichkeit, im vierten Semester ein Praktikum „machen zu müssen“. Viele Studenten müssen das in ihre Semesterferien quetschen, um nach dem Studium zeigen zu können, dass sie Praxiserfahrung haben. Der Fachbereich hat eine tolle Datenbank, falls man selbst noch keine Idee hat, man kann aber auch einfach selbst suchen. Sechs Monate verbringt man dann in einem Unternehmen, in der Verwaltung oder bei einer Nichtregierungsorgansisation (NGO).  Ich habe mein Praxissemester in Berlin bei der Europäischen Akademie verbracht, eine Institution für politische Bildung.

Forschungsorientierung

Das schreibt der Studiengang ganz groß. Man bekommt neben einer sehr guten Methodenausbildung auch früh beigebracht selbst wissenschaftliche Arbeiten zu verfassen. Das machte mir persönlich mehr Spaß, als Klausuren. Zudem gibt es oft Möglichkeiten als studentische Hilfskraft bei einem Professor zu arbeiten und so einen Einblick in dessen Forschung zu bekommen. Oder man hat sogar Glück und darf Daten für ein Forschungsprojekt erheben. Neben den Jobmöglichkeiten gibt es immer wieder sogenannte Kolloquien, wo Forscher ihr Projekt vorstellen. Dort bekommt man direkte Einblicke in das jeweilige Arbeitsgebiet.

Internationalität

Im Bachelorstudiengang waren nicht sehr viele International Studis, im Master dagegen schon mehr. Die Uni versucht zudem internationale Forscher zu sogenannten Gastvorlesungen einzuladen. Aber was die Internationalität wirklich ausmacht, sind die Austauschprogramme der Uni und des Fachbereichs. Neben verschieden Möglichkeiten in den USA, sind vor allem Erasmusprogramme sehr beliebt. Der Fachbereich hat so gute Verbindungen, dass im zweiten oder dritten Jahr fast alle Powalter ins Ausland gehen. Der Vorteil: man muss sich seine Uni nicht selbst aussuchen und viel Papierkram erledigen. Man muss im Erasmusprogramm keine Studiengebühren bezahlen, denn man bekommt ein bisschen Geld und die Möglichkeit, einen Intensivsprachkurs zu machen. Ich war für ein halbes Jahr in Bologna und durfte vorher noch 4 Wochen in Siena mein Italienisch auf Hochtouren bringen. Viele Unis im Ausland bieten natürlich auch Kurse auf Englisch an, also habt keine Angst falls ihr nicht Schwedisch oder andere Fremdsprachen sprecht.

Freizeit

Hatte ich schon erwähnt, dass Konstanz am Bodensee liegt? Das bedeutet nicht nur wunderschönstes Alpen- und Seepanorama (und Nebel im Winter) sondern auch viele Möglichkeiten die freie Zeit zu gestalten. Neben dem Sportprogramm der Uni kann man segeln lernen, wandern gehen oder schwimmen im See. Traditionell muss man im Studentenleben einmal von der Fahrradbrücke gesprungen sein und Anfang April einmal ganz in den See (ja er ist noch klirrend kalt). Die Stadt ist übrigens eine Fahrradstadt. Eigentlich jeder Student bewegt sich meist zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Von Konstanz aus kann man auch mal schnell einen Ausflug in die Schweiz machen oder für die Sommerfestspiele nach Bregenz.

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Generell gibt es alles, was andere Städte auch haben: Sportanlagen, Schwimmbäder, sogar eine Therme, ein paar nette Museen, eine tolle Altstadt mit vielen kleinen Kneipen etc. Ein Highlight ist sicherlich das Weinfest im Frühherbst. Den Sommer verbringen viele Studierende mit Grillen am Rhein oder See.

Zukünftiges

Nach den drei bis vier Jahren im BA Politik- und Verwaltungswissenschaft hat man mehrere Möglichkeiten: Viele meiner Kommilitonen haben einen Job gefunden oder ein Praktikum hinten angehängt. Andere haben erstmal eine Pause eingelegt. Die meisten jedoch suchen nach einem Master um sich zu spezialisieren oder ihre Einstellungschancen zu erhöhen. Die Plätze in Konstanz sind –wie überall – begrenzt. Es ist leider keine Garantie, dass man nach seinem Studium dort auch den MA dort studieren kann. Einige Studierende (u.a. auch ich) haben sich aber bewusst für einen anderen Ort entschieden, einfach um nochmal was Neues zu erleben. Das liegt aber bei jedem selbst, wie er seine nächsten ein bis zwei Jahre verbringen möchte. Beides hat seine Vor- und Nachteile.

Jobchancen generell stehen recht gut. Ob öffentlich Verwaltung, Private Unternehmen oder International Organisationen – ein Einstieg ist überall realistisch. Das einzig Schwierige ist, eine Entscheidung zu treffen.

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Fazit

Ich habe meine Zeit am Bodensee sehr genossen. Die Winter sind neblig, dafür sind die Sommer wunderschön mit Alpenpanorama. Neben dieser Kurzwerbung kann ich zum Studiengang Politik- und Verwaltung nur sagen: es war anstrengend und manchmal stressig, aber ich bin überzeugt, dass mir der Studiengang einen guten Start für die Zukunft und eine erstklassige Ausbildung gegeben hat. In meinem Master fehlt es mir eigentlich an nichts und ich konnte  an der neuen Uni gut an Inhalte aus meinem gelernten Fach PolVer anknüpfen.

Désirée Biehl ist 24 Jahre alt und ehemalige STUDIENKOMPASS Teilnehmerin aus Köln. Sie studierte Politik und Verwaltung in Konstanz. Nach einem Auslandssemester in Bologna, Italien studiert sie nun MA Security Studies in Sheffield, UK. Am Studienkompass gefällt ihr, dass man vor und während dem Studium immer wieder auf Unterstützung zurückgreifen kann.

 

Über den Autor:

Desiree Biehl

Désirée Biehl (29)
Studiengang: Politik und Verwaltung
Uni/Hochschule: Universität Konstanz
Regionalgruppe: Berlin

Désirée Biehl ist 29 Jahre alt und ehemalige STUDIENKOMPASS Teilnehmerin aus Köln. Sie   studierte Politik und Verwaltung in Konstanz. Nach einem Auslandssemester in Bologna, Italien studierte sie dann MA Security Studies in Sheffield, UK.

„Am Studienkompass gefällt ihr, dass man vor und während dem Studium immer wieder auf Unterstützung zurückgreifen kann.“

29 Feb

Studiengang: Philosophie im Hauptfach und Pädagogik im Nebenfach

Liebe zur Weisheit – Liebe zum Philosophiestudiengang?

Mein Name ist Anna-Maria Brandtner, ich bin 19 Jahre alt und habe mich nach langen Überlegungen für den Studiengang Philosophie im Hauptfach und Pädagogik im Nebenfach an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) entschieden. Im Anschluss möchte ich euch meine Impressionen aus meinen ersten zwei Semestern schildern, die ich folgendermaßen aufgliedere:

  • der Inhalt des Philosophiestudiums
  • die modularische Aufbereitung desselben (Pflicht- und Wahlprogramm)
  • die Anforderungen an Interessierte
  • die berufliche Aussichten nach dem Studium
  • der „Nutzen“ eines Philosophiestudiums

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Inhalt des Philosophiestudiums

Zuerst zum Inhalt des Philosophiestudiums. Philosophie wird oftmals als Wissenschaft von allem bezeichnet, neben ihrer wörtlichen Übersetzung Liebe zur Weisheit versteht sich. Aus der Philosophie, genauer der Naturphilosophie, haben sich fast alle übrigen aktuellen Wissenschaften entwickelt, weshalb sie zudem auch Mutter der Wissenschaften genannt wird, oder spaßhaft in modernen Zeiten Mütterchen.

Wann löst sich also eine Wissenschaft aus der Philosophie oder wann zieht sie aus dem Elternhaus aus? Wenn es konkrete Antworten auf die Fragen einer philosophischen Strömung gibt, die einen großen Konsens hervorbringen, die empirisch, also mit Messinstrumenten und Tests, analysierbar sind und deren Grenzen durch solche Bestimmungen relativ eindeutig gestaltet sind. Im Umkehrschluss heißt das für die Inhalte des Philosophiestudiums, dass es kaum eine Problemstellung gibt, bei deren Lösung sich alle Philosophen einig sind. Ein Professor an der Universität Regensburg formulierte dies einst so: „In der Philosophie geht es nicht um Antworten. Antworten gibt es Dutzende, davon haben wir wirklich genug. Was wir brauchen, sind die richtigen Fragen!“ .

Konkret bedeutet das, dass du als StudentIn unheimlich frei bist. Die Freiheit liegt nicht nur darin, mit welchen Fragestellungen du dich beschäftigen möchtest (mehr dazu in Modularische Aufbereitung), sondern auch, in welcher Position du dich am ehesten wiederfindest, also welche für dich am argumentativ überzeugendsten ist.

Die Fragen, die sich stellen, könnten im ersten Augenblick primitiv erscheinen, z.B.: Sind wir? Wenn ja, was ist Sein? Oder wer sind dann wir oder bin nur ich? Warum bin ich? Welchen Sinn hat das alles? Wie bin ich und wie soll ich dann sein? Sollen und können alle anderen so sein? Wenn ich sterbe, bin ich dann nicht mehr? Was ist danach und darf Gott da mit reden? Gibt es den überhaupt? Gibt es überhaupt irgendetwas? Und vor allem: kann ich das, was es gibt, erkennen? Usw.

Doch hierbei handelt es sich bei weitem nicht um primitive Fragen im herkömmlichen Sinne. Es sind Fragen, die elementar sind, Grundlage allen menschlichen (Selbst-)Verständnisses. Wenn du also nicht nur Wörter verwenden, sondern auch wirklich verstehen willst, wenn du zweifelst und auf der Suche nach Sinn, Sein, Ursprung, Zeit, Menschsein, Moral, Gerechtigkeit, Schönheit und Wahrheit bist, dann sei willkommen!

Diese sind einige der Hauptfragen der Philosophie, aber weil es die Philosophie ist, die sie stellt, gibt es nicht nur eine Antwort. Mir persönlich ging es bisher so, dass ich ständig zweifelte, an so ziemlich allem und mir das in der Schule zum Beispiel nicht unbedingt weiterhalf. Ein Gedankenspiel: Wenn dich ein Lehrer fragt, ob 2+2=4 ist, ist der gewöhnlich nicht sehr begeistert, wenn du die Existenz der Zahlen als Behilfskonstrukt für weltliche Verhältnisse deklarierst oder sie als real-nicht existente, empirisch unmessbare Hirngespinste abwehrst (letztere ist nicht meine Position, aber ich stelle mir gerne vor, was passiert, wenn ich sie vertreten würde! 😉 ). Im Philosophiestudium ist man mit dem Zweifel jedoch sehr gut aufgehoben, weil man gegenüber allem kritisch denken soll, sogar gegenüber dem Wort „man“ (Heidegger) und durch Diskurs und logische Argumentation versucht, sich zu positionieren.

Diese Positionen kann ich jedoch aufgrund ihrer Vielfalt nicht aufzählen, aber zumindest die Wissenschaften, die in der Philosophie als Teilgebiete enthalten sind.  Zu diesen verfasse ich nur einen kurzen Beschreibungssatz, da sie im philosophischen Sinne, wie ihr euch nun vielleicht vorstellen könnt, nicht eindeutig definierbar sind und es wunderschöne ausführliche Beschreibungen dazu gibt:

 

  • Ästhetik ist die Beschäftigung mit dem Schönen, also der Frage: Was ist Schön?
  • Ethik stellt sich die Frage nach der Moral, also nach dem Guten und spezifisch nach dem guten Handeln.
  • Etymologie /Erkenntnistheorie fragt, inwieweit man die Meinung eines rationalen Wesens rechtfertigen kann und wie weit diese überhaupt möglich ist. Eine weitere zentrale Fragestellung ist, ob man etwas wissen kann und wie sich Wissen zum Beispiel zu Glauben usw. abgrenzen lässt.
  • Geschichte der Philosophie ist die Analyse der Entwicklungen in der Philosophie anhand verschiedener Philosophen und deren Ansichten, sowie generellen Strömungen und deren gegenseitige Beeinflussung und Differenzierung.
  • Logik ist die Übersetzung der mehrdeutigen Natursprache (also die Sprache, wie wir sie verwenden) in eine eindeutige Sprache, die man anhand von Grundsätzen überprüfen kann und so die Wahrheit eines Satzes und die Gültigkeit eines Argumentes in Relation zur Welt bestimmen kann.
  • Metaphysik galt lange Zeit als erste Philosophie und untersucht die Frage: Was gibt es? Sie ist eng mit der Ontologie verwandt, versucht aber eher, Sein zu begründen als zu strukturieren.
  • Ontologie, die Wissenschaft vom Seienden ist eine der ältesten philosophischen Richtungen und versucht die oder das Seiende in der Welt zu ordnen.
  • Sprachphilosophie sucht die Bedeutung der Sprache, was ist also der Gehalt von Worten, zeigen diese auf etwas in der Welt? Was kann Sprache und was kann sie nicht?
  • Wissenschaftstheorie beschäftigt sich mit der Frage „Was ist eine Wissenschaft?“, wie lassen sich Hauptbegriffe der Wissenschaft (z.B. Erklärung, Beweis, Ursache) definieren und wissenschaftliche Methoden argumentativ begründen (oder auch nicht).
  • Philosophie der Mathematik / Politik /Religion uvm. Fast zu jedem Wissenschaftsbereich gibt es philosophische Meinungen und Analysen, du erinnerst dich: Wissenschaft von allem? 😉

 

Modularische Aufbereitung desselben (Pflicht- und Wahlprogramm)

Ich kann das Studium an der LMU in dieser Hinsicht wärmstens empfehlen, da es sich sehr offen, flexibel und individuell gestaltet. Das ist vor allem meinen VorgängerInnen geschuldet, die bei der Einführung des Bachelor- und Mastersystems aktiv bei der Gestaltung der Studienordnung mitgewirkt haben. Hierbei ein kleines Dankeschön! Doch zuerst einige Erklärungen:

Das Philosophiestudium ist wie fast jeder moderne Studiengang untergliedert in Grund- (also Bachelor) und Aufbaustudium (Master). Der Bachelor dauert in der Regel drei Jahre, wobei an der LMU das Sonderangebot offen steht, einen vierjährigen Bachelor zu absolvieren. Das letzte Jahr ist dabei als Vertiefung mit dem Schwerpunkt auf wissenschaftlichen Arbeiten ausgelegt, wobei aufgrund der Modularisierung verschiedenste Variationen denkbar sind.

An dieser Stelle soll eine kurze Erläuterung zur Modularisierung folgen, da diese sehr komplex ist und von Studiengang zu Studiengang und den diversen Universitäten stark variiert (Außerdem versteht man das erfahrungsgemäß erst während des voranschreitenden Studiums so richtig, also keine Sorge! :) ): Module sind Themenblöcke, die innerhalb des jeweiligen Studienabschnittes (Semester) absolviert werden sollten. Es gibt folgende Module, die an der LMU verpflichtend zu besuchen sind:

  • Einführung in die Philosophie (Eine Ringvorlesung, in der jeder Lehrstuhl sein Fachgebiet, z.B. Erkenntnistheorie vorstellt)
  • Grundlagen der Philosophie I und II (Das sind Logik und Wissenschaftstheorie)
  • Geschichte der Philosophie I und II (welche streng genommen auch zu den Grundlagen gehören)
  • Theoretische Philosophie I und II
  • Praktische Philosophie I und II
  • Wissenschaftliches Schreiben I

Abgesehen von der Einführung in die Philosophie und die Grundlagen der Philosophie I und II setzten sich die übrigen Module aus ganz verschiedenen Veranstaltungen zusammen. Für jedes absolvierte Modul erhält man ECTS-Punkte, pro Modul sind es in der Regel 6 – 9 ECTS Punkte, wobei im Hauptfach 18 ECTS-Punkte pro Semester erreicht werden sollen. Im gesamten Philosophiestudium an der LMU gibt es nur zwei verpflichtende Klausuren, die Teil der Module Logik und Wissenschaftstheorie sind. Alle anderen Punkte lassen sich frei erwählen, indem man aus einem breiten Angebot an Seminaren auswählt. Die Leistung, die ihr in diesen Seminaren in Form einer Hausarbeit, einem Essay und/ oder Referat erbringt ist mit ca. 9 ECTS Punkten zu dotieren, weil die zugehörige Vorlesung über diese Leistung abgeprüft wird (Dies variiert im Schnitt jedoch etwas).

Zu jedem dieser Seminare gibt es also eine Vorlesung passend zum Modul des Seminars, welche freiwillig besucht werden kann. Dieser Besuch ist aber sehr empfehlenswert, weil dadurch ein Überblick geschaffen wird. Philosophie wird größtenteils aus Interesse studiert, weshalb ich rate, möglichst viele verschiedene Veranstaltungen – auch extrakurrikulär – zu besuchen. So kann man nicht nur seine Leidenschaft für neue Themenbereiche entdecken, sondern baut sich so wichtige Brücken zwischen Bekanntem und Neuem auf, die sicherlich dem weiteren Lebensweg nicht abträglich sein werden. Vor allem zum Ende des Semesters hin wird euer Arbeitspensum sehr groß sein (wenn ihr wie ich gerne „vergesst“ sehr gut mitzulernen, was ich überhaupt nicht empfehlen kann! Gar nicht, tu es nicht, das rächt sich!) und ihr seid durch die Offenheit der Vorlesungen in eurer Zeiteinteilung freier.

Im Laufe des Studiums werdet ihr euch über das Themengebiet, das ihr mehrere Semester verfolgt, profilieren können. Deshalb keine Scheu, Seminare auch „nur“ aus Interesse zu besuchen. Auch ist euch die Reihenfolge, in der ihr die Module absolviert, freigestellt und ihr habt die Möglichkeit, euch euren Stundenplan, das Studientempo und den Inhalt relativ frei auszusuchen. Dennoch rate ich, den empfohlenen Modulsemsterplan, den ihr auf der Webseite der Philosophischen Fakultät findet, einzuhalten, da euch vor allem die Grundlagen für das weitere Studium sehr hilfreich sein werden. Doch auch hier eilt es nicht, alles auf Anhieb zu verstehen. StudiengangskoordinatorIn, deine zukünftigen KommilitonInnen oder die Fachschaft können dir besonders in den ersten Einführungsveranstaltungen weiterhelfen.

 

Die Anforderungen an Interessierte

Wenn ihr euch also für die angesprochenen Themen begeistern könnt und der Aufbereitung dieser offen gegenübersteht, gibt es im Folgenden einige Eigenschaften und Fähigkeiten, die meiner Erfahrung nach im Philosophiestudium von Vorteil sein können. Erstens und diese Eigenschaft finde ich am wichtigsten, ist der Wille, zu hinterfragen. Das Sich-nicht-zufrieden-geben-mit-Scheingegebenheiten ist elementar um auf den Grund von Fragestellungen vorzudringen und sich nicht durch klangvoll-schöne Worte oder Gewohnheiten von der Suche nach der Wahrheit und dem Guten, Schönen abhalten zu lassen. Seid ihr also kritisch, wollt genau wissen, über was ihr redet und seid ihr bereit, auch Positionen ernst zu nehmen, die euren diametral gegenüberstehen, solange diese gut begründet sind?

Kritisch sein ist die eine Seite der Medaille, die andere ist, angebrachte Kritik an die eigenen Ansichten annehmen zu können und sich durch die Beschäftigung mit ihr weiterentwickeln zu können. Ich weiß, dass es manchmal sehr schwierig sein kann, seine Haltung zu einer Fragestellung verändern zu müssen, weil man sie argumentativ nicht ausreichend verteidigen kann. Aber es ist ratsam zu lernen, dass es beim Philosophieren um das Finden der Wahrheit geht und das dieses Ziel wichtiger ist als das Halten seiner Stellung nur um diese nicht aufgeben zu müssen, in einer Argumentation zu „verlieren“. Denn das ist kein Verlust an sich, wenn ihr dadurch dem großen Ganzen näher kommt. So individuell ihr euer Studium und eure Ansichten gestalten könnt und so viele Freiheiten es gibt, wenn ihr vor einem Widerspruch in eurem Denken steht, muss dieser gelöst werden. Vielleicht bedeutet dies, das man sich weniger in den Mittelpunkt stellt, sondern eher seine Liebe zu etwas, das (fast) so alt ist wie der Mensch, der Philosophie.

Während des Studiums werdet ihr umfangreiche und anspruchsvolle Werke von großen PhilosophInnen lesen. Das bedeutet für euch, dass ihr eine Vorliebe für Lesen haben solltet und die Ausdauer, auch schwierigen Texten auf den Grund zu gehen und diese kritisch zu analysieren. In meinem ersten Semester habe ich angefangen Kants „Kritik der reinen Vernunft“ zu lesen. Lasst mich euch sagen, dass ich um zum Beispiel den Zeitbegriff darin zu verstehen, 8 bis 13 Stunden investiert habe. In Summa ist dieser auf 5 Seiten komprimiert (Wenn das ganze benötigte Vorwissen und die Spezifizierungen im Anschluss ausgelassen werden.) Das kann stellenweise etwas frustrierend sein, aber wann man dann das Gefühl hat, so eine These verstanden zu haben und sie auch noch Sinn macht, hat sich der Aufwand wirklich gelohnt. Nehmt euch Zeit und beißt euch durch (metaphorisch bitte, die Bücher sind nicht gerade wohlfeil) und denkt daran: kein Spezialist ist vom Himmel gefallen ohne sich etwas zu brechen!

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Die berufliche Aussichten nach dem Studium

In gefühlten 98 % der Fälle, in denen man auf die Frage: „Und, was studierst du denn?“ (Oder Fragen mit ähnlicher Proposition) mit „Philosophie!“ antwortet, wird sofort eine Gegenfrage gestellt: „Ahaaa… … … und was macht man dann damit?“.

Natürlich ist diese Frage berechtigt, denn leider ist es schwer möglich ewig zu studieren, es muss also etwas folgen nach dem Studium. Ich habe inzwischen eine Standardantwort für Nicht-PhilosophiestudentInnen entwickelt oder Menschen, die ihr ablehnend gegenüberstehen, die ich euch an die Hand geben möchte.

Auffällig bei der Art und Weise, wie die Frage gestellt wird, ist, dass ihr ein gewisser Skeptizismus zugrunde liegt. Für viele Menschen sind Philosophen kauzige Personen, die sich in Elfenbeintürmen weltenthobene Konzepte überlegen, die so abstrakt sind, dass sie mit der Welt gar nichts mehr zu tun haben. Wenn ihr also jemanden trefft, der sehr zweifelnd am Sinn von Philosophie sein Dasein fristet, könnt ihr antworten: „Dieses Studium ist ein Selbstzweck,“ (dramatische Pause) „ich studiere Philosophie, um mich persönlich weiterzuentwickeln. Ich will die Welt verstehen, in der ich lebe und ich will sie beeinflussen. Jeder beeinflusst sie ein kleines Stück, aber ich will wissen, ob es zum Guten oder Schlechten ist, ob ich gerecht bin, ob ich überhaupt Vorbild sein kann oder ob ich für mich allein kämpfe. Die Philosophie ist nicht nur die Liebe zur Weisheit, sondern die Wissenschaft von allem. Das heißt, dass ich mich nicht wie die meisten anderen Studierenden auf ein Thema beschränke, sondern das große Ganze im Auge habe und in allen Wissenschaften, wenn ich das will, meine philosophische Bestimmung finden kann.

Wir haben auch engen Kontakt zu den modernen Wissenschaften und stehen im ständigen Austausch mit diesen, was wäre z.B. der moderne Raumbegriff ohne Physik? Ich musste mich entscheiden und ich habe mich für alles entschieden und für die Freiheit, immer wählen zu können.“ Aber das beantwortet freilich noch nicht die Frage. Manchmal reicht das oder die Person will dann diskutieren, und wer könnte schon eine solche Diskussion ablehnen? Gut, aus Höflichkeit kann man aber auch die Frage beantworten:

Denn generell ist es mit dem Studium von Geisteswissenschaften so, dass das Berufsfeld sehr weit gefächert ist und man entgegen einem spezifischem Studium (Lehramt, Zahnmedizin, Ingenieurswissenschaften etc.) keinen eindeutigen Beruf vorgegeben hat. Auch ist das Gebiet, in dem man einen gewissen Grad an Expertise erlangt, häufig nicht Teil von einem Berufsanforderungsprofil. Vielleicht kennt ihr in diesem Kontext den Witz vom Eklektiker, der bei der Agentur für Arbeit vorstellig wird. Der Sachbearbeiter freut sich und sagt: „Ausgezeichnet, der Stromkasten bei Müllers muss repariert werden, fragen Sie doch da an!“.

Es wird seltener der Fall sein, dass ausgebildete PhilosophInnen gesucht werden. Doch gibt es viele Institute und Gesellschaften, die sich mit der Philosophie beschäftigen, z.B. die Internationale Hegel-Gesellschaft e.V., Deutsche Gesellschaft für Philosophie e.V. und Europäische Gesellschaft für frühneuzeitliche Philosophie e.V. uvm.. Auch Zeitschriften für Philosophie wie Hohe Luft und Deutsche Zeitschrift für Philosophie suchen gelegentlich nach studierten PhilosophInnen. Dies sind Alternativen zur universitären Laufbahn und ich versuche zum Beispiel mir via deren Internetseiten einen Überblick über angebotene Stellungen und Profile zu verschaffen.

Immer wichtiger werden Zusatzkompetenzen wie EDV-Kenntnisse und Fremdsprachen für die beruflichen Möglichkeit ungeachtet der Fachrichtung. Da die meisten Universitäten in dieser Hinsicht ein gut aufgestelltes Angebot haben, empfehle ich frühzeitig seine Fühler in diese Richtung auszustrecken, es eröffnen sich dadurch auch viele Türen zum Beispiel für Praktika während des Studiums.

Neben dieses Möglichkeiten in Forschung und Publikationsmöglichkeiten der Philosophie beruflich treu zu bleiben, steht man mit seinem Abschluss vor einem offenen und flexiblen Markt. Das primäre Gut, dass man diesem anbietet, ist man selbst. Die Frage, die ich mir vor einer Bewerbung oder überhaupt stellen muss, sind: Was kann ich?

Was man als PhilosophiestudentIn kann ist argumentieren, mit Texten umgehen, sich präzise und gut auszudrücken und sich fundiert kritisch mit fast jedem Themenbereich auseinanderzusetzten. Analytisches Denken, eine Grundausbildung in Logik, Ausdauer und der Wille zu Verstehen sowie Durchsetzungsvermögen und Dialogbereitschaft sollten eine(n) AbsolventIn auszeichnen. In jeden Berufsfeld, in der diese Eigenschaften gesucht werden, ist ein(e) PhilosophiestudienabsolventIn gerne gesehen, solange ihr euch gut präsentiert und ihr auch offen für neue, zuvor unbedachte Wege, offen seid, findet ihr sicherlich einen Arbeitsplatz. Vorstellbar und relativ häufig durch ehemalige PhilosophiestudentInnen besetzt sind Stellungen in der Verwaltung, Verlägen, Bibliotheken, Politik usw..

Dieses Studium als Selbstzweck zu betrachten (wie auf der Website der Philosophischen Fakultät beschrieben) ist aus meinen vorherigen Ausführungen hoffentlich klar geworden, dass dieser Zweck nicht nur zum persönlichen Wachstum dient, sondern einen auch auf einen sich ständig wandelnden Arbeitsmarkt vorbereitet, der in Zeiten des Dienstleistungssektors auf der Suche nach abstrakten Fähigkeiten und Besonderheiten (also dem Sich-Abheben-Von-Den-Tausend-Anderen-Bewerbern) ist.

 

Der „Nutzen“ eines Philosophiestudiums

In den vorausgegangenen Ausführungen habe ich viel vom Selbstzweck, der Profilierung für den Arbeitsmarkt, die persönliche Entfaltung und Fertigkeiten wie Argumentation, Analytisches Denken und Kritikfähigkeit gesprochen. Zum Abschluss möchte ich euch kurz präsentieren, was sich nach einem Jahr Philosophiestudium für mich persönlich konkret verändert hat.

Abgesehen von den äußeren Veränderungen, die mit einem Umzug in eine neue Stadt und vor allem mit München gekommen sind, muss man sehr organisiert und selbstständig agieren, weshalb diese Eigenschaften verstärkt werden.

Besonders die Logik-Einheit am Anfang des Studiums hat mir geholfen, meine Gedanken zu ordnen und Widersprüche in Diskussionen und argumentativen Texten zu erkennen.

Ich achte auf eine genauere Formulierung und habe in dieser doch recht kurzen Zeit neues Vokabular erlernt. Doch auch der ideelle Wert ist für mich sehr hoch, da ich sehr viel von meinen KommilitonInnen jeden Alters lernen konnte/ kann, welche über die verschiedensten Lebenswege zu ihrem Studium gelangt sind. Das Gesprächsklima ist sehr offen und ich musste schon die ein oder andere Einstellung aufgeben, weil ich sie nicht halten konnte, aber ich hatte fast nie das Gefühl, dadurch etwas verloren zu haben. In außeruniversitären Diskussionen hat sich mein „Bullshit“- Filter verfeinert, was wirklich sehr zeitsparend und nervenschonend ist. Überrascht war ich von meiner neu-entdeckten Liebe zur mathematischen Philosophie. Ich und mathematische Philosophie, wo ich gerade so das Mathe-Abitur mit einer Aktionspackung Gummibärchen überstanden habe!

Die schönste Überraschung ist für mich jedoch, dass ich trotz der Größe der Universität und des Lehrstuhls für Philosophie (welcher der größte in Deutschland und einer der renommiertesten ist) nie das Gefühl habe, ein anonymer Schattenwandler zu sein. Die ProfessorInnen schätzen gute Fragen und durch die vielen Seminare, an denen durchschnittlich 10-25 StudentInnen teilnehmen, habe ich produktiven persönlichen Kontakt zu verschiedenen Lehrkräften und somit viele kompetente AnsprechpartnerInnen. Summierend lässt sich sagen, dass ich nicht voraussehen konnte, wie gut und unerwartet sich mein Studium so weit entwickelt hat. Deshalb würde ich euch raten, vielleicht eine Vorlesung zu besuchen (keine Sorge, da fallt ihr in der Regel nicht auf), an den Schnupperstudium der Fachschaft teil zu nehmen (hierbei könnt ihr mit einem/ einer regulären PhilosophiestudentIn einen oder mehrere Tage „probestudieren“) oder zur Studienberatung eurer Wahl zu gehen. Unser Studiengangskoordinator an der LMU für Philosophie ist wirklich sehr freundlich, ihr müsst euch deshalb nicht scheuen, ein Beratungsgespräch mit ihm zu vereinbaren.

Auch Bücher zum Philosophiestudiengang sind zu empfehlen, oder die Kontaktaufnahme über soziale Medien; fast überall findet sich eine Gruppe der Studierendenschaft Philosophie. Doch sichert euch auch ab, ob diese tatsächlich von echten StudentInnen betrieben wird. Benjamin Franklin sagte bereits: „Glaubt nicht alles, was im Internet steht!“ (Quelle: Public Source 😉 ) .

Lasst euch von eurem Traum nicht abhalten und ich hoffe sehr, dass ihr, egal für was ihr euch entscheidet, euren Sinn findet und zufrieden sein werdet!

Alles herzlich Liebe,
Anna-Maria

 

Über den Autor

Anna-Maria Brandtner (23)
Studiengang: Philosophie im Hauptfach und Pädagogik im Nebenfach
Uni/Hochschule: Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)
Regionalgruppe: –

 

22 Feb

Studiengang: Skandinavistik an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

De nord samtal! Nord samtaler! Den nord opkald! Der Norden ruft!

Das Studium der Skandinavistik ist für all diejenigen unter uns, die sich für den kühlen und geheimnisvollen skandinavischen Raum begeistern können. Wer sowohl die Kultur, als auch die Sprachen der Nordmänner erlernen möchte, wird sich im skandinavischen Institut der Uni Greifswald wohl fühlen!

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Formales

Voraussetzung für eine Zulassung zum Studium am Institut für Fennistik und Skandinavistik ist die allgemeine Hochschulreife. Es bestehen zurzeit keine Beschränkungen und die Einschreibung erfolgt zum Wintersemester. Da Finnland genaugenommen ein nordisches Land ist, während für die drei anderen nordischen Länder, Schweden, Norwegen und Dänemark, die engere Bezeichnung Skandinavien existiert, unterteilt sich die nordische Abteilung in Greifswald in die Fennistik (Finnland) und die Skandinavistik (Dänemark, Norwegen und Schweden), jedoch befinden sich beide Teilstudiengänge im selben Institut.

Der Studiengang Skandinavistik beschäftigt sich mit den kulturellen, sprachlichen und räumlichen Aspekten der Länder des Skandinavischen Raums. Man erlernt im Laufe des Studiums zwei skandinavische Sprachen. Man kann selbst aus den Sprachen Dänisch, Norwegisch und Schwedisch zwei auswählen, die man lernen möchte. In diesen zwei Sprachen erreicht man eine relativ hohe Sprachkompetenz und ist in der Lage diese in mündlicher und schriftlicher Form anzuwenden.

Aber keine Sorge, die beiden Sprachen müssen nicht gleichzeitig belegt werden, sondern werden nacheinander erlernt. Zu Beginn des Studiums hat man sogar noch ein Semester lang das Modul „Altnordisch“, in dem man viel über die Geschichte Skandinaviens,  von den Wikingern bis zur Christianisierung, und sogar ein wenig Altisländisch lernt. Neben den beiden Sprachen, auf die ein großer Fokus gelegt wird, belegt man Vorlesungen in den Bereichen Sprach- und Literaturwissenschaft, sowie „Geschichte und Länderkunde Nordeuropas“.

Da es sich um einen 2-Fach-Bachelor handelt, hat man neben der Skandinavistik noch ein weiteres Fach (beispielsweise Kommunikationswissenschaft, öffentliches Recht, Musik oder Ähnliches) mit dem man den Abschluss „Bachelor of Arts“ erreicht.

Im Studium

Das Erlernen der Sprachen findet in einem kleinen Rahmen statt, der mehr an den Schulunterricht, als an die großen Vorlesungen der Universitäten erinnert. Das ist allerdings auch gut so; da die verschiedenen Sprachniveaus jeweils innerhalb eines Semesters erreicht werden sollen, ist es wichtig, dass jeder in den Sprachkursen zu Wort kommt, was bei einer zu großen Studierendenanzahl nicht möglich wäre. Normalerweise werden in den Sprachen drei Seminare pro Woche belegt. Hier ist natürlich auch Vokabeln pauken angesagt, wie man das auch aus der Schulzeit noch kennt.

Die restlichen skandinavischen Vorlesungen allerdings erinnern weniger an die Schulzeit, denn dort sind meist viele Studierende versammelt, die alle eifrig mitschreiben, denn ein großer Nachteil des Instituts ist es, dass keine Folien oder Lehrinhalte online gestellt werden. Wer also nicht zur Vorlesung kommen kann oder will, muss sich das Material bei seinen Kommilitonen besorgen, was zugegebenermaßen mehr als mühselig ist – und wer weiß ob der Andere auch alles Wichtige aufgeschrieben hat.

Daher ist einer der wichtigsten Punkte das Besuchen der Vorlesungen und Seminare!
Die Prüfungsleistungen erfolgen je nach Fach auf schriftlichem Wege, durch die typische Klausur; in mündlicher Form, was bei den Sprachen Sinn macht; und in Form von Hausarbeiten.

Das Schöne an dem Studiengang ist, dass man seine Sprachen selbst wählen kann und auch relativ viel Freizeit hat, die man allerdings hin und wieder für das Lernen „opfern“ muss; aber was wäre ein Studium ohne Lernen?
Wirklich besonders ist die fast schon familiäre Atmosphäre am Institut. Die Dozenten werden geduzt, denn so wird es auch in den skandinavischen Ländern gehandhabt und die Menge aller Studierenden ist relativ überschaubar. Es wird nicht passieren, dass irgendjemand auf dem Boden sitzen muss, weil kein Platz mehr frei ist und es kommt auch nur selten vor, dass ein Raum bis auf den letzten Platz gefüllt ist.

Zukünftiges

Viele Studierende legen ein Auslandssemester bzw. – jahr oder -praktikum ein, was von der Universität auch voll und ganz unterstützt wird. Es gibt Partneruniversitäten in den skandinavischen Ländern die jedem Studierenden gute Möglichkeiten bieten. Hierfür gibt es auch eine spezielle Studienberatung, die den Studenten mit Rat und Tat zur Seite steht. Wie gesagt, es ist ein sehr familiäres Institut.

Auch den Master kann man in Greifswald machen. Hier legt man den Schwerpunkt auf skandinavische Sprachwissenschaft oder neuere skandinavische Literaturen mit der Möglichkeit weitere Fremdsprachen des nordischen Raums zu erlernen (z.B. Neuisländisch).

Mein persönliches Fazit

Das Greifswalder Institut ist besonders stolz auf das regelmäßig stattfindende Festival „nordischer Klang“, welches das größte nordische Kulturfestival außerhalb des Nordens ist. Es ist eine schöne Atmosphäre und eine nette Abwechslung zu dem zweiten Bachelor Fach, in dem die meisten viel größere Veranstaltungen besuchen werden, in denen der Einzelne leicht untergehen kann. Das Institut vermittelt die Wärme und Offenheit der nördlichen Länder auf eine charmante Art.

 

Über den Autor:

Yvonne Thiele (25)
Studiengang: Kommunikationswissenschaft und Skandinavistik
Uni/Hochschule: Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Regionalgruppe: Berlin

„Mir gefällt am Studienkompass, dass er es jungen Menschen ermöglicht ihr Potential auszuschöpfen und neue Wege zu gehen, die sie alleine nicht gegangen wären.“